Coast to Coast 2013 Reisen

Frisco5 min read

16. March 2020

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Frisco5 min read

20.7.2013

Tja, nun ist es wieder soweit. Wir sind wieder da. Eine Woche
San Francisco ist fast vorbei, und es stellen sich folgende Fragen: Ist das tatsächlich
eine Stadt zum hierbleiben? Wieviele Deutsche gibt es hier? Und heisst es
wirklich nicht Frisco?

 

Der Anfang im Schnelldurchlauf. Flug mit United – lange und
langweilig. Die wohl ältesten Stewardessen der Erde servierten routiniert
geschmacklose Sättigungsbeilage, die Boeing 747 brachte uns ruhig über den
großen Teich. Ankunft in San Francisco: Taxifahrt mit asiatischem Rennfahrer,
50 Dollar bis Lombard Street in die Travelodge on the Bay, wo die Nacht satte
219 Dollar kostete. Inclusive Continental Breakfast mit Plastikmesser und einer
Auswahl von zwei Marmeladensorten. Und sogar einen geschmacksneutralen und
ernährungstechnisch wertvollen Minimuffin gab es dazu. Der Umzug: Sonntag Abholung
durch unseren Freund Stefan, der aufgrund Verfügbarkeit des Kinderzimmers
großzügig Quartier anbot. Somit täglicher unschlagbarer Panoramablick von der
Terrasse aus über die gesamte Stadt sowie interessante Gespräche über Hertha
BSC, Chemie Leipzig sowie Gott und die Welt. Der Sonntag: Spaziergang mit
Hündin Moxie durch den Golden Gate Park sowie mehrstündiges Verweilen auf dem
Bürgersteig vorm „La Boulange“ samt Verzehr einiger Croissants und mehrerer
Tassen Cappucino. Der Montag: Letzter Anfall von Jetlag, gemütliches Frühstück,
Abholung des Motorrades, Aufladen der Prepaid-Telefonkarte, Besuch des
Harley-Dealers Dudley Perkins inclusive verschwenderischer Anschaffung von
einigen Zubehörteilen wie Highway-Pads, Regenkleidung, eines
Bremsscheibenschlosses sowie neuer Griffe. Nachmittäglicher Besuch des in der
Bay-Area wohl beliebtesten Tattoo-Studios „Black and Blue Tattoo“ zwecks
Verzierung freier Stellen am Oberarm sowie anschließende Kneipenrunde mit
Tätowiererin Idexa zum abendlichen Meinungsaustausch. Schließlich kennen wir
uns schon ein paar Jahre und ihre Arbeit fällt uns jeden Tag ins Auge – am rechten
Arm… Der Dienstag: Motorradfahrt durch „The City“, Mittagessen in der Valencia
Street, Besuch der Twin Peaks, kleinere Reperaturarbeiten am Bike (Schlösser). Der
Mittwoch: Erstmals über die Golden Gate Bridge, anfertigen sensationeller
Nebel-Fotos mit Brücke und Skyline. Eintreffen bei Michael, unserem German
Friend in San Rafael. Sehr angenehmer Nachmittag und Abend mit viel Talk und
Whisky. Der Donnerstag: Morgendlicher Treff mit Elliott, dem früheren
Activity-Officer der Golden Gate HOGs. Er war unser erster Kontakt hier im Jahr
2009 und holte uns von unserem damaligen Wohnsitz ab, um uns zum Dealership
nach Corte Madeira zu führen. Guter Plausch. Anschließend Fahrt die 101
nordwärts nach Petaluma. Treff mit Tätowierin, Spaziergang, Plausch, Eis essen.
Danach zum Harley-Dealer nach Rohnert Park, Erwerb eines T-Shirts (für Damen),
Fahrt zurück nach San Rafael. Dort Treff in der „Northgate Mall“ bei „Applebees“
mit den Sturgis-Fahrern. 20.30 Uhr Abreise durch die nebelige Nacht,
unheimliche Brückenfahrt ohne Sichtkontakt zu den riesigen Pylonen.

Naja, und heute machen wir einen auf ruhig. Am Abend fahren wir mal nach Sausalito, da gibt’s ein Konzert, Stefan hat das vorgeschlagen und es klingt gut.

Also: Leben kann man hier. Aber nur Urlaub – das macht auf Dauer auch blöd im Kopp. Und es gibt viele Deutsche hier, klar. Aber die, die wir kennen, haben das Gute vom amerikanischen Lifestyle übernommen und fühlen sich deshalb gar nicht ehr so deutsch an. Und das ist wiederum hervorragend. Und heisst es nun Frisco oder nicht? Da streiten sich selbst die Einheimischen. Also ist das auch erlaubt, auch wenns manchen nicht passt. Hier ein sehr erhellender Beitrag dazu:

SidSinister Ddmc this is from a friend a history lesson Natives don’t call it Frisco? That’s funny. If you want to get silly technical, the real natives, the Ohlone, didn’t call it Frisco either – and for that matter they sure didn’t call it San Francisco but us San Francisco natives call it whatever we want. And if you do your homework and read through the local papers all the way back to the 1860’s it was extremely common that the term of endearment “FRISCO” would be used even to name sections. Such as a Social Section called “this week in Frisco” etc. Then in the 1950’s a non native writer Herb Caen became the darling of the high society (who by the way were the only one’s who objected the term Frisco). So as the butt kissing society columnist that he was- he went on a campaign and even wrote a book titled “Don’t call it Frisco” in 1953. A lot of new non native San Franciscans went with it and there’s been a divide in opinion ever since. Funny thing is the Sacramento born Herb Caen also wrote a book a couple years before it called “Baghdad by the Bay” basically comparing our beloved city to one of the most notorious and criminal cities in 6000 years of history. So it’s ok to call it Baghdad by the Bay but not Frisco which is a short term for Francisco? In spanish a short term nickname for Francisco is Pancho – and some of us did and do indeed call it that – San Pancho – how about that? Is that better than Frisco? You don’t hear about Philadelphians getting mad at folks who call it PHILLY – in fact like many old time San Franciscans they seem pretty proud of their city nickname – enough to name their baseball team “the phillies”. Herb Caen would even joke in his column -“Don’t call it Frisco but don’t go tellin’ that to the dockworkers” In short, the crusade against the term “Frisco” came from the snobbish elite High Society conservatives who wanted to separate themselves from the Barbary Coast hoodlums and the typical hard working blue collar San Franciscan of the early days of our history. If Herb Caen could call it “Baghdad by the Bay” then I’ll call it ‘FRISCO” all day! And even if he didn’t call it Baghdad as a true native who was born ,bred, & even bled on these streets I’ll call it ArturoTown if I want to. That’s my humble opinion and I’m stickin’ to it. I’m from Frisco!
Not to mention Hells Angels Frisco

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